Volksschulgesetz (VSG), Lehrpersonalgesetz (LPG), Geleitete Lehrmittelfreiheit

Normalerweise bedeutet die 2. Lesung einer Vorlage, ein Durchwinken. Hier war klar, es kommt nochmals zu einer langen Debatte, aufgrund eines Antrags auf Rückkommen von Marc Bourgois (FDP). 

Lehrer_innen haben viel zu tun. Unterrichten ist nur ein Aspekt. Sie organisieren, prüfen, bereiten vor, sprechen mit den Eltern, anderen Drittstellen etc. Wie viele Stunden extra sollen sie dafür erhalten? Mit 90:87 Stimmen beschlossen wir, den Lehrer_innen statt 58 neu 59 Arbeitsstunden dafür zuzugestehen und für die Klassenlehrer_innen, die das Meiste ausserhalb der Schule übernehmen 160 statt wie bisher 100 Stunden. Da mit Mehrkosten von über 80 Millionen Franken zu rechnen ist, welche die Gemeinden berappen müssen, ist mit einem Referendum der Gemeinden zu rechnen. Karin Fehr (Grüne Uster) konterte die Drohung. Praktisch alle Gemeinde senkten für das laufende Jahr die Steuern. Sowieso geht die Kostenverlagerung meist in eine Richtung – nämlich den Kanton. Von daher ist die Umsetzung dieser Vorlage den Gemeinden zuzumuten. 

Wir Grüne wollen nicht, dass Leher_innen „gratis“ arbeiten. Die Arbeitszeit soll bezahlte Zeit sein. Darum unterstützen wir diesen Kompromiss.